Montag, 17. August 2015

Selbstgemacht: Glasabdeckung aus Bügelperlen

Wie bereits schon erwähnt, mein großes Ziel für 2015 ist die Reduzierung meiner Woll-, Stoff- und Bastelbestände, vieles ist so alt, dass ich mich schon nicht mehr erinnern kann, wann und wofür ich es ursprünglich mal angeschafft habe.

So auch mein beträchtlicher Vorrat an Bügelperlen.
Vor einigen Jahren war ja Schmuck aus Bügelperlen der Renner für den Sommer - ich fand es toll, nur bin ich leider schon zu alt bzw. vielleicht auch zu feige dafür.

Richtig gezündet hatte diese Inspiration also bei mir nicht - schlussendlich habe ich ein paar Namensschilder zur Geburt fabriziert, aber so richtig glücklich war ich mit dem Ergebnis nicht.
Die Sachen wanderten also in die Schublade und staubten dort munter vor sich hin - vielleicht hätte der Söhnemann ja in ein paar Jahren Spaß daran.

Vor einigen Wochen bin ich dann beim Blättern in einer Zeitschrift (ich weiss leider nicht mehr welche) auf ein Bild mit bunten Glasabdeckungen aus Bügelperlen gestoßen.

Und endlich hat es KLICK gemacht.
DIE ideale Verwendungsmöglichkeit für meine Bügelperlen.

Das Ergebnis kann sich meines Erachtens sehen lassen.

Sechs Abdeckungen, die gleichzeitig auch als Untersetzer verwendet werden können und ein größerer Untersetzung sind bei dieser Aktion rumgekommen (und ganz nebenbei ist auch eine der zwei Dosen mit Bügelperlen aufgebraucht).

Diese hier wechselten gleich am vergangenen Wochenende den Eigentümer.
Ein prima Geschenk als Mitbringsel zur Gartenparty.

Dort kamen sie auch gleich zum Einsatz.

Ich bin ja eigentlich nicht so ein großer Fan von bunt, aber der nächste Satz Abdecker/Untersetzer wandert demnächst auch in meinen Gläserschrank.

Herzlichst
Herzliebchen

Dienstag, 11. August 2015

Gehäkelt: Duschpuschel

In der letzten Woche bin ich beim Bummeln über ein paar Sommerschlussverkaufschnäppchen gestolpert. Und da in den nächsten Wochen einige Geburtstage anstehen, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen. Ein Geschenk MUSS bei mir jedoch immer auch eine selbstgemachte Komponente beinhalten, deswegen überlege ich stets, was ich noch persönliches hinzufügen kann.
Bei der Bodylotion und dem Duschgel fiel mir wieder ein, dass ich vor mehreren Jahren einmal Duschpuschel gehäkelt hatte - hier.

Und die Farbe von Duschgel und Bodylotion lies mich auch gleich noch an meine Restekiste denken und das sich darin genau die richtigen Knäule finden ließen.

Also, gesagt, oder besser, gekauft - getan.
Passend zu Bodylotion und Duschgel habe ich je einen Duschpuschel gehäkelt.


 Die Anleitung ist wieder von hier.

Der blaue Duschpuschel ist mit einer Häkelnadel Stärke 3 gefertigt und ich habe noch eine fünfte Runde hinzugefügt, jedoch nicht bis zum Ende gehäkelt, sondern nur soweit, bis das Knäuel aufgebraucht war- etwa eine halbe Runde. 
Der gelbe Duschpuschel ist mit einer Häkelnadel Stärke 4,5 gehäkelt. Eigentlich wollte ich auch hier noch eine fünfte Runde hinzufügen, da ich auch noch recht viel Garn in der Farbe hatte. Ich habe die fünfte Runde dann aber doch wieder aufgeribbelt, da das Ganze sonst zu voluminös geworden wäre.
Die letzte Runde zieht sich übrigens sehr...

Die beiden Duschpuschel sind nun bereits verpackt und warten jetzt auf ihren Einsatz.

Herzlichst
Herzliebchen

Dienstag, 4. August 2015

In Arbeit: T-Shirts zu Garn zu Teppich - I.

Häkelprojekte mit Jerseygarn findet man ja überall. Mein Eindruck ist, dass der Hype darum jedoch schon wieder nachlässt. Da das Internet ja nicht vergisst, kann man aber auch weiterhin tolle Anregungen allerorts finden.
Ich habe mich in der Vergangenheit auch schon des Öfteren an solche Projekte gewagt, muss aber im Nachhinein sagen, manches ist in der Theorie toll, aber zumindest für mich in der Praxis unbrauchbar.
Um nur ein Beispiel zu nennen, größere Taschen aus diesem Garn sehen zwar toll aus, sind aber aufgrund des hohen Eigengewichts für mich keine alltagstaugliche Option. Ich habe jedenfalls eine große Tasche in zwei Aufbewahrungskörbe umgearbeitetet - sprich: wieder aufgetrennt und neu gehäkelt.

So- genug der langen Vorrede.
Mir ist neulich eine ganz wunderschöne Inspiration über den Weg gelaufen - ein Teppich aus alten T-shirts. Hierbei würden aber die einzelnen Stränge nicht zu Garn verarbeitet, sondern geflochten und dann vernäht. Mir ist dabei wieder der große Stapel an abgelegten T-Shirts des Herzliebsten ins Gedächnis gekommen und der soll jetzt zunächst zu Garn verarbeitet werden.

Schritt 1: Einfärben
Die eine Hälfte der Shirts habe ich blau eingefärbt, die andere Hälfte bleibt weiss.

Schritt 2:
Das untere Bündchen muss aufgetrennt werden, da sonst die Streifen unterschiedlich dick werden und zudem auch noch recht viel Material verloren gehen würde, da diese zweifach eingenäht sind.
Diese tolle Arbeit vollbringe ich gerade und da es eine ziemliche Sauerei ist, sitze ich dabei im Garten und genieße den Sommer...

Herzlichst
Herzliebchen

Montag, 27. Juli 2015

Selbstgemacht: Restetasche

Einer meiner größsten "guten Vorsätze" für dieses Jahr war die Abmachung mit mir selbst, endlich meine Wolle-/ Garnberge abzubauen. Darüber hinaus habe ich es tatsächlich geschafft meine Handarbeitskorb im  Wohnzimmer auf nur ein Projekt zu reduzieren. 
Aber... es juckt mich schon seit Tagen in den Fingern endlich mein neustes Strickprojekt, eine ganz wunderschöne Strickjacke für den Übergang, zu beginnen.... aber, die Restetasche musste erst fertig werden - ich kann nur sagen, ICH HABE GELITTEN

Doch seit gestern Abend hat die Quälerei ein Ende: Die Häkeltasche als Aufbewahrungsmöglichkeit für Spielzeug vom Sohnemann ist endlich fertig!
Meine Baumwollreste haben sich sichtlich dezimiert und mal abgesehen davon, dass der "Schlussspurt" recht zäh war - 174 Maschen mit festen Maschen pro Reihe wollen schließlich gehäkelt werden - bin ich ganz zufrieden mit meinem Juli-Projekt.

Die Tasche ist ganz einfach gehäkelt. In der ersten Runde habe ich fünf Luftmaschen zu einem Ring geschlossen. In der zweiten Runde jeden Masche verdoppelt, in der dritten Runde jede zweite Masche verdoppelt, in der vierten Runde jeden dritte Masche verdoppelt usw., usw. 
Irgendwann habe ich immer dazwischen eine Reihe glatt gehäkelt - also nicht verdoppelt, bis der  Boden die für mich passende Größe hatte - bzw. in meinem Fall das sehr bunte Garn aufgebraucht war.


Danach immer in Runden bis zur gewünschten Höhe - hier war das Ende des blau-lila-grünen Garns mein Limit. Mit dem Rest des petrolfarbenen Garns habe ich dann den Henkel fertig gestellt. Dazu habe ich die Maschenzahl durch vier geteilt, das erste Viertel wie gewohnt gehäkelt, dann ein Viertel übersprungen und um die gleiche Zahl Luftmaschen ergänzt, dann wieder ein Viertel häkeln und wieder das letzte Viertel durch Luftmaschen ersetzt. Über die so entstandenen Henkel hab ich noch drei mal drübergehäkelt und dabei jeweils die Ecken der Henkel mit drei Maschen gleichzeitig abgehäkelt.




So, nun kann ich mich endlich dem nächsten "UFO" widmen, was es mal werden sollte, weiss ich schon garnicht mehr, die angebrochenen Knäule liegen schon seit zwei Jahren in der Schublade, jetzt soll es jedenfalls ein Strickjäckchen werden und hoffentlich im August fertig werden.
Die Nadeln rufen....

Herzlichst
Herzliebchen

Montag, 20. Juli 2015

Besucht: Naturparkmarkt in Buchen

Die herzliebste Freundin und ich haben am vergangenen Sonntag die Gelegenheit genutzt und eines der zahlreichen Angebote der Region besucht.
Die Kleinstadt Buchen im Odenwald öffnete für den Naturparkmarkt Buchen ihre Pforten - im wahrsten Sinne des Wortes - direkt hinter dem historischen Stadttor ging es nämlich los mit zahlreichen Ständen. Fotos habe ich leider keine gemacht - Kamera vergessen...
Es gab selbstverständlich leckeres Essen gleich vor Ort, aber auch zum Mitnehmen gab es viel Kulinarisches zum Einkaufen.
Mich zogen natürlich eher die handwerklichen Stände an und von meiner kleinen Ausbeute möchte ich berichten:
Wunderbar duftende Kräuter gab es von hier - was ich besonders nett fand, neben der sehr freundlichen Beratung - waren die handbeschrifteten Tüten und Pflanzenmarkierer. Für Zuhause gab es Ananassalbei und Strauchbasilikum, die Anpflanzungen aus dem Frühjahr mickern leider ziemlich vor sich hin. Jetzt ist übrigens auch klar warum, der Standort war falsch. Heute Morgen wurden die Schätze gleich um- und eingetopft und ich freu' mich jetzt schon auf den 1. Tee. Beide Pflanzen sind übrigens mehrjährig, so dass ich vielleicht sogar im kommenden Jahr wieder etwas von ihnen habe (wenn ich sie nicht wieder tot-pflege...) 



Eine weitere Errungenschaft war das letzte (!) Glas Rosenmarmelade - sehr lecker, denn am Stand konnte man gleich probieren und trotz umfangreicher Eigenproduktion musste diese Köstlichkeit einfach mit.

Zu meiner großen Freude wurde auch handgemachte Seife verkauft und an der Haar-Seife kam ich einfach nicht vorbei (leider wohl nicht Online erhältlich).
Ich habe mich ja schon des Öfteren selbst ans Seife sieden gewagt, aber eine Haarseife ist bisher noch nicht dabei herumgekommen. Dies liegt aber insbesondere daran, dass ich das "gute Stück" erst einmal ausprobieren wollte. Man kennt das ja vielleicht - da probiert man (meist recht kostspielig) etwas Neues aus und muss dann hinterher feststellen, so das Richtige für einen sebst ist es nicht. 
Erfreulicherweise kostete die Seife nur 3 Euro, so dass das "Experiment" auch kein allzu großes Loch in den Geldbeutel reisst, sollte es für meine Haare nichts sein. Wenn's klappt, dann mach ich demnächst auch einmal Haarseife...

Herzlichst
Herzliebchen

 
 

Dienstag, 22. Juli 2014

Selbstgemacht: Küchengardinen - ganz einfach

Wie die liebe Bärbel bei meinem letzten Post schon feststellte, eine große Wohnung bietet viele Möglichkeiten für Selbstgemachtes.

Häufig weiss ich ganz genau, wie etwas gestaltet werden soll und was am Ende herauskommen soll. Ich hab dann irgendwo - meist auch noch sündhaft teuer - gesehen, wie es sein soll - oder jedenfalls so ähnlich.

Genau so eine Situation ergab sich bei meinem Küchenfenster - eine Gardine aus Geschirrtuchstoff!

Dadurch, dass es zweigeteilt ist, sollten die Gardinen nur eine geringe Breite habe. Eigentlich besteht es sogar aus drei Teilen, unten befindet sich nämlich noch einmal ein Querfenster, welches sich nicht öffnen lässt. Ob das alles praktisch und durchdacht ist, sei mal dahingestellt, wir mieten und ich muss daher mit den Gegebenheiten arbeiten.

Lange Rede, schnelle und einfache Lösung. Glücklicherweise hat ein Fensterflügel genau die Breite eines handelsüblichen Geschirrtuchs. Ein Laden im Städtchen führt außerdem ein beachtliches Sortiment an Küchenhandtüchern und Tischwäsche und ich wurde fündig. Grau sollte es werden und mit einem grauen Tuch kehrte ich vor die herzliebchensche Nähmaschine zurück. Und dann hieß es "Augen zu und durch" - ich bekämpfte meine Nähmaschinenphobie, schnitt das Tuch in der Mitte durch, bügelte einen Umschlag ein und dann noch einen in der Größe der Stange, feststecken und drauflosnähen. Und tatsächlich, es hat geklappt.

Und weil ich schon mal vor der Nähmaschine saß, hab ich auch gleich noch eine Gardine für das Esszimmerfenster genäht - nach dem gleichen Prinzip wie diese hier, in unserer alten Wohnung in der großen Stadt.
Schwarz-weiß-karierter Baumwollstoff
Wie man sieht, ich bin abgekommen von meiner lavendelfarbenen Küche in der großen Stadt, hier auf dem Land herrscht grau vor, dazu demnächst mehr.

Herzlichst 
Euer Herzliebchen

Montag, 14. Juli 2014

Ein Jahr Blogpause - viel ist passiert

Nach einem Jahr Babypause kehrt so langsam wieder Ruhe und Ordnung in den Herzliebchen'schen Haushalt ein.
Der kleine Mann ist zwischenzeitlich gute 20 cm gewachsen, hat sein Gewicht verdreifacht, zieht sich überall hoch, erforscht mit Freude die unmöglichsten Ecken und entdeckt dabei immer wieder "Putzlücken".
Da aber nun ein regelmäßiger Mittagsschlaf und erfreulich frühe Zubettgehzeiten den Tagesablauf strukturieren, kann auch ich wieder meinen Hobbies fröhnen.

Aber nicht nur die Geburt des kleinen Mannes hat zu großen und kleinen Veränderungen geführt. Der Herzliebste hat die Profession gewechselt und wir sind aufs Land gezogen.
10.000 Einwohner zählt unsere kleine Stadt und die nächste Autobahnauffahrt ist 45km entfernt - und, nein, wir sind nicht nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen...

Der schöne Odenwald ist nun unsere neue Heimat.

Das Landleben hat viele Vorteile, aber natürlich auch den ein oder anderen Nachteil.
Wir sind super-schnell in der Natur...

aber der nächste größere Bastelladen ist leider doch weit, weit weg.
Zum Glück gibt es aber Wollläden und einen Stoffladen in unmittelbarer Nähe.

Aufgrund des Umzugs entlud sich meine Kreativität in den letzten Monaten leider fast ausschließlich im Möbel aufbauen, einräumen und dem Versuch eine riesige Wohnung (Wohnraum ist hier reichlich und günstig zu haben, ein weiterer Vorteil des Landlebens) wohnlich herzurichten.

Einiges hat sich verändert, manches ist geblieben und die Zukunft wird zeigen, was das Landleben so mit sich bringt.

Ich bin jetzt jedenfalls wieder da.

Herzlichst
Euer Herzliebchen